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Eigentumsersetzende Dienstleistungen (EED)

Ein Beispiel:

Familie Huber hat einen 6 Jahre alten Kühlschrank, der ca. 400 kWh pro Jahr verbraucht. Dies sind ca. 200 kg CO2 - für einen Kühlschrank nicht wirklich viel, auf alle Kühlschränke hochgerechnet eine ganze Menge (es gibt knapp 40 Mio. Haushalte in Deutschland).

Familie Huber zahlt jährlich ca. 80 € an Stromkosten für den Kühlschrank.

Mittlerweile gibt es Kühlschränke mit 160 KWh Energieverbrauch pro Jahr. Würde Familie Huber sich einen solchen Kühlschrank zulegen, hätte sie einen neuen Kühlschrank, formschön, innovativ und sie hätte ihn nach ca. 7 Jahren amortisiert und in dieser Zeit 1.200 kWh Energie gespart = 600 kg CO2 - wie gesagt nicht viel für den einzelnen, aber in der Masse sehr bedeutsam.

Der Haken: Familie Huber wird sich den Kühlschrank nicht kaufen. Weil der Kühlschrank zu teuer ist, auch wenn er nur 330.- € kostet und auch wenn Familie Huber pro Jahr 48 € weniger Stromrechnung bezahlt. Sie wird ihn nicht kaufen. Und damit vergeben wir uns viel Potenzial, aktiv unseren CO2-Fußabdruck zu vermindern.

Die Lösung:

Familie Huber bekommt von uns den neuen, modernen Kühlschrank gestellt. Wir bringen ihn hin und nehmen den alten mit. Familie Huber bezahlt aber weiterhin die gleiche Höhe ihrer Stromrechnung, obgleich sie weniger verbraucht - dadurch bezahlt sie den Preis für den Kühlschrank ab.

Das Vorgehen:

Zusammen mit einem regionalen Stromanbieter wird ein innovatives Pilotprojekt gestartet. In einer Gemeinde mit ca. 5.000 Haushalten wird angeboten, dass alte Elektrogeräte gegen neue ausgetauscht werden. Die individuelle Stromrechnung bleibt über 5 Jahre konstant, damit "bezahlen" die Haushalte ihre neuen Geräte. Die alten Geräte werden recycelt und soweit wie möglich nach dem "cradle-to-cradle" - Prinzip dem Wertekreislauf wieder zugeführt. Dies betrifft nicht nur Elektrogeräte: Auch Herde, Öfen, Elektroheizungen, Fernseher, ja sogar Toaster könnte man in dieses Konzept integrieren.

Die Gewinner:

Umwelt:durch neue, innovative Geräte wird effektiv Strom gespart. Energiesparende Kühlschränke, Fernseher mit geringstem Standby-Energieverbrauch können einen großen Anteil am CO2-Ausstoß vermindern. (Würden es keine Standby-Geräte geben, könnte auf ein Atomkraftwerk verzichtet werden).
Haushalte:die Teilnehmer bekommen neue, innovative Geräte, die sie sich so wahrscheinlich nicht kaufen (leisten) würden. Zudem haben sie ein gutes Gefühl, weil sie aktiv etwas für die Umwelt machen
Stromanbieter:neue Kundenkreise, innovatives Image, zufriedene Kunden, "echtes" Agieren auf Basis der Triple Bottom Line
Kommune:moderne Kommune mit innovativen, richtungsweisenden Konzepten
Wirtschaft:ankurbeln der Produktion von innovativen, energiesparenden Elektroartikel

Blickwinkel Triple Bottom Line:

Sozial:Alle Bevölkerungsschichten bekommen Zugang zu innovativen Geräten und können dadurch aktiv Energie sparen.
Ökologisch:Bei 5.000 Haushalten würden pro Jahr knapp 1 Mio kg CO2 eingespart werden, wenn nur Kühlschränke ersetzt werden würden. Bei Fernsehern sind ähnliche Größenordnungen zu erwarten, Herde und Öfen noch gar nicht berücksichtigt.
Ökonomisch:Familien haben keine Liquiditätsengpass, Stromanbieter sichere Kunden, Projekt auf Genossenschaftlicher Basis oder als Verein nicht renditeabhängig.

Das vorgestellte Projekt kann hier natürlich nur angerissen werden. Eine detaillierte Ausarbeitung erhalten Sie bei Ulrich Frey.

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